Wasserschloss Totzenbach
Das Wasserschloss Totzenbach mit seiner sehr langen wechselhaften Geschichte, selbst ein Kulturdenkmal, bietet einen einzigartigen Platz für kulturelle Veranstaltungen. Mit seinem romantischen Innenhof, den vielen idyllischen Plätzen rund um das Schloss und den stilvollen Sälen gilt es auch als Geheimtipp für besondere Hochzeiten.
Viele Konzerte, Lesungen, Empfänge, Ausstellungen, Feiern und Hochzeiten konnten so schon seit zwanzig
Jahren stattfinden.
Wenn Sie keine Location für ein Event suchen,
sondern einen wunderschönen Platz
für ein ganz privates Fest, dann sind Sie im
Wasserschloss Totzenbach richtig.
Einfachheit ist die höchste Form der Vollendung.
(Leonardo Da Vinci)
Geschichte
ab 1147
Hochmittelalter
An dieser Stelle bestand bereits im Hochmittelalter eine Burganlage. Auf dem späteren Stich ist die hochmittelalterliche Burg samt Bergfried zu erkennen – im Bereich des heutigen Hofes. Entsprechende Grundmauern wurden bei Renovierungsarbeiten in den 1970er-Jahren gefunden.
Das ritterliche Geschlecht der Totzenbacher ist ab 1147 und anschließend bis 1394 nachweisbar
1394
Das Geschlecht der Herren zu Totzenbach stirbt aus. Für die Zeit danach fehlen über mehrere Generationen hinweg verlässliche Besitznachweise.
1395 - ca. 1575
„dunkle“ Jahrhunderte
Nach dem Aussterben des Geschlechts der Herren zu Totzenbach im Jahr 1394 wird die Quellenlage für längere Zeit dünn. Dr. Büttner hat sich im Heimatbuch (1974) zwar mit großer Sorgfalt bemüht, das Dunkel dieser Jahrhunderte zu erhellen, dennoch mussten etliche Fragen offen bleiben: Bis die Trauttmansdorff über längere Zeit als Besitzer fassbar werden und schließlich der Renaissance-Ausbau um ca. 1575 vollendet ist, fehlen uns mehrere Generationen an gesicherten Informationen. Aus dieser unruhigen Epoche ist auch ein „Raubritter“ Stambsberg überliefert – ein Hinweis darauf findet sich im Grabstein in der Kirche.
ca. 1575
Der Renaissance-Ausbau des Schlosses wird unter Job Hartmann von Trauttmansdorff vollendet. Die Anlage erhält damit jene Grundform, die für das spätere Erscheinungsbild prägend bleibt.
1629
Drei Zeichnungen von Johannes Ledentu entstehen (später in der Österreichischen Nationalbibliothek einer ungarischen Topographie zugeordnet). Sie zeigen Schloss und Kirche – damals noch mit Zwiebelturm.
1672
Der Geograph Georg Matthäus Vischer veröffentlicht seine Topographie über Niederösterreich. Daraus stammt der bekannte Kupferstich von Schloss Totzenbach. Die Darstellung ist erstaunlich präzise – bis hin zu Details wie der Anzahl der Fensternischen (heute an der östlichen Umfassungsmauer nachzählbar).

Beginn 19. Jahrhundert
ca. 1900
Das Schloss befindet sich im Besitz bzw. in der Verwaltung der lichtenschein’schen Gutsverwaltung. Der Nutzwert des Gebäudes sinkt zunehmend.
1857
Der Osttrakt wird abgetragen. Übrig bleibt die östliche Umfassungsmauer, an der Details des früheren Traktes noch erkennbar sind.
1894
Der Südtrakt wird abgerissen. Im Norden bleibt im Wesentlichen nur mehr der bescheidene „Körnerkasten“. Auch im Westen sind nur noch Reste und Andeutungen früherer Gewölbe vorhanden.
bis ca. 1950
Der Turm wird bis auf Dachhöhe abgetragen; vom früheren Zwiebelhelm ist im Ortsbild kaum noch eine Erinnerung vorhanden.
1973
Josef Figl erwirbt die verbliebenen Reste und beginnt mit einer schrittweisen, umfangreichen Restaurierung und einem behutsamen Ausbau. Damit entsteht wieder ein Schlosscharakter.
1970er-Jahre
Bei Renovierungsarbeiten werden Grundmauern der hochmittelalterlichen Burganlage im Bereich des Hofes festgestellt.
Im Zuge der Wiederherstellung wird der Hof ausgegraben, um die Trakte höher wirken zu lassen. Ein steileres Dach verbessert die Proportionen des Wasserschlosses, und der verlandete Teich wird erneut ausgehoben. Auf den Grundmauern des alten Torturms entsteht ein neuer Torturm – so stimmig, als hätte er nie gefehlt.
Auch wenn das Schloss inzwischen andere Besitzer hat, hat die Wiederherstellung durch Josef Figl zur Totzenbacher Identität nachhaltig und unschätzbar beigetragen.
Originaltext von Leo Rollenitz

Gegenwart
2003 - heute
In der Gegenwart setzte die Familie Berger, die das Schloss 2003 erwarb, das Werk von Josef Figl konsequent fort. Zunächst wurden die Innenräume saniert und stilsicher eingerichtet.
Im Außenbereich rund um den See entstanden idyllische Plätze wie die Seebühne das Forum, der Pavillon, der Barockgarten, ein Atelier im Waldgarten, usw.
Das gesamte Areal befindet sich in Privatbesitz und ist daher nur nach vorheriger Terminvereinbarung oder im Rahmen der zahlreichen Veranstaltungen zu besichtigen.
























